#150 - Berufliche Freiheit beginnt lange bevor Sie sie brauchen
Shownotes
„Ich dachte immer, die Menschen hätten mich angerufen. Tatsächlich hatten viele nur die Macht meiner Funktion im Sinn.“
Dieser Satz eines ehemaligen Vorstands lässt einen langjährigen Bereichsleiter nicht mehr los.
Innerhalb seines Konzerns ist er bekannt, gefragt und erfolgreich. Doch als er versucht, seinen beruflichen Wert ohne den Namen des Arbeitgebers und ohne seine Position zu beschreiben, bleibt das Blatt vor ihm erst einmal leer.
Also beginnt er genauer hinzusehen:
- Was verändert sich tatsächlich durch ihn?
- Warum beziehen andere ihn gerade in schwierigen Situationen ein?
- Welches Problem kann er besonders gut lösen?
- Und wofür soll sein eigener Name stehen?
Aus diesen Fragen entsteht nach und nach etwas, das weit über eine gute Selbstdarstellung hinausgeht.
Als ein Jahr später sein Bereich neu geordnet werden soll, ist seine Position zwar offen. Sein beruflicher Wert ist es nicht mehr.
In meinem Podcast zeige ich Ihnen, wie Sie Ihren Jobwandel mit 50Plus gut gestalten können. Worauf es ankommt, damit Sie den nächsten Karriereschritt gehen werden. Welche Chancen und Risiken sich auf diesem Weg auftun und wie Sie damit umgehen können.
Das alles kann ich, weil ich mich seit weit über 30 Jahren mit den Themen "Lernen", "Persönliche Entwicklung" und "Karriere" beschäftige. 13 Jahre eigene Führungserfahrung runden das Angebot ab.
Ein direktes **Kennenlerngespräch **buchen Sie hier: Linkbeschreibung
Weitere Infos zu mir finden Sie hier: https://www.linkedin.com/in/martinafrahn/
Hier erfahren Sie mehr über mein RE:START5-Newplacement-Programm: Linkbeschreibung
Transkript anzeigen
00:00:00: Berufliche Freiheit beginnt lange bevor Sie sie brauchen.
00:00:06: Herzlich willkommen zu ein spannender Jobvangel mit Fünfzig Plus, dem Podcast für Führungskräfte U-Fünfzig die sich neu orientieren müssen oder wollen!
00:00:15: Mein Name ist Martina Frahn.
00:00:17: als Senior New Placement Beraterin mit über dreißig Jahren Erfahrung gebe ich hier Impulse, Klarheit und konkrete Strategien für eine selbstbestimmte berufliche Zukunft.
00:00:28: Heute erzähle ich Ihnen eine Geschichte.
00:00:31: Es ist kurz nach zehn, als der Bereichseiter vom Parkplatz fährt.
00:00:36: Hinter ihm liegt ein langer Abendempfang zu viele belanglose Gespräche, soviele Visitenkarten Zu wenig das im Gedächtnis bleibt.
00:00:46: Das kennen Sie sicherlich auch.
00:00:49: Nur Einsatz fährt mit ihm nach Hause.
00:00:54: Er hatte dort einen ehemaligen Vorstand getroffen Ein Mann, der früher keinen Raum betreten konnte ohne dass sich die Gespräche veränderten.
00:01:02: Menschen warteten auf seiner Entscheidung, suchten seine Nähe und wollten in seinen Kalender.
00:01:09: Nun stand er mit einem Glas Wasser am Rande des Saals.
00:01:14: Die beiden haben über frühere Zeiten gesprochen, über gemeinsame Projekte Und darüber wie schnell sich Unternehmen verändern.
00:01:23: Kurz vor dem Abschied sagte der ehemalige Vorstand das merkwürdigste kam erst als ich draußen war.
00:01:31: Der Preisleiter seien fragend an, ich dachte immer die Menschen hätten mich angerufen.
00:01:39: Tatsächlich hatten viele nur meine Funktion angerufen!
00:01:43: Dann war das Gespräch vorbei – jetzt fährt der Preisleitor durch die Dunkelheit und bekommt diesen Satz einfach nicht mehr aus dem Kopf.
00:01:52: Er denkt an seinen eigenen Kalender, an die Einladungen, Anrufe und vielen Menschen, die seine Einschätzung wollen.
00:01:59: Doch plötzlich hören sich die Fragen anders an….
00:02:04: Wollen Sie wirklich meine Einschätzung?
00:02:07: Oder wollen sie die Einschätzungen des Bereichsleiters dieses Unternehmens.
00:02:13: An einer roten Ampel schaut er auf seine Hände am Lenkrad, seit vierzehn Jahren arbeitet er für denselben Konzern.
00:02:20: Er hat einen Bereich aufgebaut und all das gemacht was in solchem Umfeld anfällt.
00:02:26: Er ist auch von nichts zurückgeschränkt.
00:02:28: Intern muss er niemandem erklären was er kann doch außerhalb!
00:02:34: Er versucht an Menschen zu denken, die ihn anrufen würden wenn morgen weder sein Titel noch der Name seines Arbeitgebers neben seinem Namen stünden.
00:02:42: Die Ampel wird grün?
00:02:44: Hinter ihm rupt jemand!
00:02:46: Er fährt weiter aber die Antwort bleibt aus.
00:02:51: Zu Hause stellt er den Wagen in die Garage und bleibt sitzen.
00:02:55: Das Licht geht aus Nur das Display des Armaturenblätts leuchtet.
00:02:59: noch Zum ersten Mal beschäftigt ihn nicht nur die Frage ob sein Arbeitsplatz sicher ist, ihn beschäftigt etwas ganz anderes.
00:03:10: Wie viel von dem ansehen das er heute gemießt gehört eigentlich tatsächlich ihm!
00:03:17: Am nächsten Morgen beginnt der noch früher als sonst.
00:03:21: Noch bevor die ersten Mails eintreffen legt er ein Blatt Papier auf den Tisch und schreibt darauf, warum sollte ein anderes Unternehmen mit mir sprechen wollen wenn ich meinen Arbeitgeber nicht erwähnen darf?
00:03:33: Und auch nicht meine Positionen.
00:03:35: Er liest den Satz zweimal.
00:03:38: Dann schreibt er darunter, ich leite einen großen Bereich.
00:03:42: Streich der sofort wieder!
00:03:45: Das ist seine Position und noch nicht sein Wert.
00:03:48: Dann Schreibt er, Ich verantworte mehrere Standorte.
00:03:53: Aber das streicht ja auch schnell wieder.
00:03:55: Das beschreibt möglicherweise die Größe seiner Aufgabe aber noch immer nicht was durch ihn bessern wird.
00:04:02: Nach einer halben Stunde ist das Blatt voller angefangener Sätze und schwarzer Balken.
00:04:09: Er wird unruhig, nicht weil ihm die Erfolge fehlen sondern weil er merkt dass er bis dahin immer im Namen des Unternehmens erzählt hat Wir haben aufgebaut wir haben verändert wir haben erreicht.
00:04:25: Aber welchen Unterschied hat er gemacht?
00:04:28: Diese Frage lässt sich an diesen Morgen nicht beantworten.
00:04:32: In den folgenden Wochen schaut er anders auf seine Arbeit.
00:04:34: Nach einem schwierigen Meeting nutet er nicht mehr nur das Ergebnis, er hält fest warum die Situation festgefahren war welche Entscheidung er getroffen hat und was sich dadurch verändert hat.
00:04:47: nach einem Gespräch mit einer Niederlassungsleiterin schreibt der beispielsweise weshalb Menschen gerade ihnen in kritischen Situationen einbeziehen.
00:04:56: Er ruft dann auch noch zwei frühere Kollegen an und fragt nicht, ob sie eine Stelle besotzen wollen.
00:05:02: Er fragt sie, wofür Sie ihn beruflich in Erinnerung behalten haben?
00:05:08: Sie haben so einiges zu erzählen und eins lässt ihn aufhorchen – auch wenn es nicht das erste Mal ist, dass er das hört!
00:05:15: Du bringst Ordnung in Situationen, in denen alle längst nur noch aufeinander
00:05:19: reagieren.".
00:05:22: ist aber auch noch was, was schon andere können.
00:05:24: Und eine andere trifft ihn noch stärker?
00:05:27: Du triffst dann auch eine Entscheidung wenn sie nicht bequem ist Aber die Menschen verstehen danach Warum und du ziehst sie mit.
00:05:37: Zum ersten Mal erkennt er einen roten Faden der nichts mit seinem Titel zu tun hat.
00:05:42: Er beginnt sich mit Menschen außerhalb des Konzerns auszutauschen Zunächst ganz vorsichtig das ein oder andere mal Auf keinen Fall über Karrierepläne, sondern über die Fragen mit denen er sich seit Jahren beschäftigt.
00:05:57: Warum große Veränderungsprogramme ins Stock geraten?
00:06:00: Weshalb Führungskräfte zu lange auf Zustimmung warten und wie man einen Bereich wieder handlungsfähig macht wenn Interessen, Prozesse und Verantwortung nicht mehr zusammen passen.
00:06:11: Die Gespräche fangen an sich zu verändern.
00:06:14: Man fragt ihn nicht nur wo er arbeitet.
00:06:17: Man frags ihn wie er eine bestimmte Situation einschätzt.
00:06:22: Ein Geschäftsführer bittet ihn dann auch nach einer Veranstaltung um ein längeres Gespräch.
00:06:28: Ein früherer Geschäftspartner leitet einen seiner Gedanken an einen Kollegen weiter.
00:06:33: Einige Wochen später erhält er eine Nachricht, ihr Blick auf festgefahrene Organisation ist ungewöhnlich klar – hätten sie Zeit für den Austausch?
00:06:42: Er liest die Nachricht mehrmals!
00:06:45: Der Name seines Arbeitgebers wird darin nämlich nicht erwähnt... Ein Jahr später sitzt er erneut in seinem Büro, als sein Vorstand ihn über eine geplante Neuordnung informiert.
00:06:56: Zuständigkeiten sollen wie immer verschoben Bereiche zusammengelegt und Führungspositionen neu zugeschnitten werden.
00:07:03: Noch vor einem Jahr hätte ihm diese Nachricht vermutlich tagelang beschäftigt.
00:07:08: Nun hört der Aufmerksam zu stellt Fragen Und fährt anschließend nach Hause.
00:07:15: Die Situation ist offen.
00:07:17: Auch seine Position könnte sich verändern Aber etwas ist anders.
00:07:22: Er muss jetzt nicht erst herausfinden, wo er ohne dieses Unternehmen sein würde – er weiß es bereits!
00:07:29: Er kennt die Probleme für deren Lösung er steht.
00:07:33: Er kann seinen Beitrag erklären, ohne sich hinter einer Positionsbezeichnung zu verstecken und es gibt Menschen außerhalb des Konzerns, die seinen Namen längst mit einem konkreten Wert verbinden.
00:07:46: Und genau dort gint berufliche Freiheit nicht bei dem Gedanken jederzeit gehen zu können, sondern bei der Gewissheit auch außerhalb des eigenen Unternehmens beruflich anschussfähig zu sein.
00:08:00: Wer seinen Wert nur innerhalb einer Organisation zeigen kann, mag dort sehr erfolgreich sein – souverän ist er deshalb noch lange nicht!
00:08:09: Berufliche Souveranität entsteht wenn ihr Können ihre Erfahrung und ihre Handschrift nicht mit ihrer Funktion verschwinden wenn ihr Name auch ohne das Logo ihres Arbeitgebers für etwas steht.
00:08:23: Vielleicht stellen Sie sich heute deshalb nicht die Frage, ob sie einen sicheren Arbeitsplatz haben.
00:08:29: Stellen Sie sich eine unbequemere Frage.
00:08:32: Werden Menschen mit Ihrem Namen etwas verbinden?
00:08:35: Wenn Ihr Titel eines Tages nicht mehr daneben steht!
00:08:40: Diese Geschichte ist Ihnen hoffentlich unter die Haut gegangen – wer sind Sie eigentlich ohne ihren Arbeitgeber, ohne Ihre
00:08:46: Position?!
00:08:48: Welche Nutzen bringen Sie, damit sie fragen?
00:08:52: Damit die gefragt werden, wenn die Veränderungen anstehen.
00:08:56: Wenn sie das zu nachdenken bringt, freue ich mich – denn das ist sehr sinnvoll!
00:09:00: Meinem Podcast.
00:09:03: Mein Name ist Martin Herr Frahn und ich unterstütze Führungskräfte-Fünfzigplus mit meinem System Restart Five dabei, Ihren Wert zu erkennen, sichtbar zu machen und sich für die nächste berufliche Option klar zu positionieren.
00:09:16: Wenn Sie merken, dass sie an genau diesem Punkt stehen und diese ganzen Schritte nicht alleine gehen wollen, schreiben Sie mir einfach direkt auf LinkedIn oder vereinbaren einen Termin über die Links in den Shownauts.
00:09:27: Also bis bald wenn es wieder heißt entspannter Jobwandel mit Fünfzig Plus!
Neuer Kommentar